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Ein schauriges Wochenende

Für die Jugendwasserwacht ging es passend zum Start der Herbstferien am Freitag auf den Koanznhof bei Markt Indersdorf. Das Wochenende stand unter einem großen Motto Halloween!

Am Freitag ging es nach einer Stärkung mit einer warmen Suppe und am Lagerfeuer selbst gegrillten Würstl auch schon los mit einer gruseligen Nachtschnitzeljagd durch den nah gelegenen Wald. Dort mussten die Kinder und Jugendlichen in Gruppen verschiedene Aufgaben lösen, um gemeinsam ans Ziel zu gelangen. Auf dem Weg wurden sie von „Werwölfen“ verfolgt und erschreckt. Da Werwölfe bekanntlich mit Feuer besiegt werden können, traten die Kinder und Jugendlichen ausgestattet mit Fackeln den Heimweg zum Koanznhof an.

Am nächsten Tag wurde der Vormittag für einen kleinen Erste Hilfe Zirkel genutzt und mit einer Übung abgeschlossen. Die Kinder und Jugendlichen mussten in 4 Ersthelfer-Teams insgesamt 6 Patienten versorgen, abtransportieren und betreuen, die einem Verpuffungsunfall einer Industrieheizung zum Opfer gefallen sind. Eine Jugendliche durfte den Einsatz als Leitung koordinieren. Alle konnten ihr angeeignetes Wissen sehr gut umsetzen und in der Praxis festigen.

Am Nachmittag wurde voller Tatendrang die Halloweenparty für den Abend vorbereitet. Die Stationen Dekoration, Snacks süß und Snacks salzig haben eine tolle Arbeit geleistet, weshalb wir einen schaurig geschmückten Raum, sowie ein leckeres Buffett präsentieren konnten. Nach dem Abendessen hatten Kinder, Jugendliche und Betreuer zwei Stunden Zeit sich selbst für die Party fertigzumachen. Die schaurigen Kostüme gingen von Dämonen, Vampire und Hexen über zu Totengräbern und Partnerkostüme wie Bonnie und Clyde. Es wurden neben verschiedenen Spielen natürlich auch das Buffett geplündert und die blutige Bowle mit Augen und Eiswürfeln in Form von Händen getrunken.

Am Sonntag wurde nach dem Koffer packen und Aufräumen das sonnige Wetter genossen, die Fahrzeuge im Hof ausgefahren und ein neugeborenes Lamm bewundert. Vor der Rückreise und zum Abschluss unseres Wochenendes wurde beim „Eisschollen“-Spiel die Teamarbeit aller Kinder und Jugendlichen auf die Probe gestellt, aber auch erfolgreich gemeistert. Es war wieder ein super Wochenende für Groß und Klein!

Christina Aichinger, Jugendleitung OG Eching

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Schnupperwochenende mit der Jugend-SEG

Das erste Wochenende nach den Schulferien war für acht Jugendliche alles andere als langweilig: Sie waren Teilnehmer unserer jährlichen Jugend-SEG (Jugend Schnelleinsatzgruppe).

Die Jugend-SEG umfasst ein ganzes Wochenende voller praxisnaher Theorie und nachgestellten Einsatzszenarien des echten Rettungs- und Wasserrettungsdienstes, welche die Jugendlichen möglichst selbstständig abarbeiten. Sie können durch ein rotierendes System in verschiedene Rollen schlüpfen und in unterschiedlichen Teams zusammenarbeiten. In jeder Schicht im Rotationsplan müssen der RTW (Rettungswagen), die Position des SEG-Führers, sowie zwei Wasserretter-Trupps besetzt werden.

Bergen einer Person aus einem Fließgewässer

Bereits am Freitagabend wurden organisatorische Tätigkeiten, wie die Ausgabe der Einsatzkleidung, das Anprobieren von Neoprenanzügen und das Abfahren der Anfahrtswege der ortsnahen Gewässer als mögliche Einsatzorte vorgenommen, um am Samstagvormittag direkt in das Jugend-SEG Wochenende zu starten. Samstag und Sonntag beinhaltete eine Mischung aus Theorieeinheiten, praktischen Übungen und realistischen Einsatzszenarien.

Jede Position hat einen erfahrenen Betreuer, der dem Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite steht und nur entsprechende Denkanstöße liefert, wenn der Jugendliche nicht weiterkommt. Alarmiert wurde „wie bei den großen“ mittels eines kleinen Piepsers, den die Jugendlichen Tag und Nacht bei sich trugen. 

Nächtlicher Einsatzes des Boots zur Personensuche und -bergung

Von Samstagvormittag bis Sonntagmittag wurden insgesamt drei Einsatzszenarien nachgestellt, von denen zwei am stehenden Gewässer und eins am Fließgewässer stattfand. Eine Übung war sogar in den frühen Morgenstunden angesetzt: Mit 12 Minuten von Alarmierung bis Eintreffen am Einsatzort haben sie eine ordentliche Leistung hingelegt. Trotz langer Gesichter und müder Augen, war dieser Einsatz in der abschließenden Feedback-Runde eines der beliebtesten Ereignisse des gesamten Wochenendes.

Reanimation nach einem Ertrinkungsunfall

Am Sonntagnachmittag wurde, wie es sich als Team gehört, gemeinsam aufgeräumt, gekehrt und alle Autos von innen und außen gewaschen. Bei der finalen Abschlussrunde haben die Betreuer viel positives Feedback und ein paar konstruktive Verbesserungsvorschläge mitnehmen können. Danach ging es für alle Beteiligten in den wohlverdienten Feierabend.

Die Jugendlichen haben durch das Wochenende viele spannende Einblicke in die Tätigkeiten der SEG bekommen und viel gelernt, wodurch die Begeisterung rund um das Thema Wasserwacht verstärkt werden konnte.Wir freuen uns auf ein neues Jugend-SEG-Wochenende im kommenden Jahr!

Christina Aichinger

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Ramadama – Uferbegehung und Reinigung an den Seen

Sonntagmorgen, es regnet. Ganz Eching schläft noch. Ganz Eching? Nein, zahlreiche Kinder und Jugendliche der Wasserwacht Eching haben sich gemeinsam mit ihren Familien, den jeweiligen Wachmannschaften und einigen Mitgliedern des Fischereivereins am Echingerund Hollerner See zusammengefunden. Der Zweck dieser Aktion: so viel Müll von den Ufern der Seen einsammeln wie eben möglich.

Mit Müllsäcken, Handschuhen und Müllzangen bewaffnet, begaben sich die fleißigen Helfer in kleinen Gruppen auf die Sammeltour um den See. Dabei konnte (leider) auch dieser Jahr wieder einiges an zurückgeblieben Müll aufgesammelt werden. Zigaretten, Plastikverpackungen, Konfettistreifen, Kronkorken und zahlreiche Plastik- und Glasflaschen. Besonders das Ufer des Hollerner Sees war mit extrem vielen Glasscherben von feiernden Badegästen dekoriert und auch die Naturschutzinsel in mitten des Sees, deren Betreten eigentlich verboten ist, ist nicht von Müll verschont geblieben. 

Das Einsammeln von Müll auf der Insel sowie an Steilufern übernahmen die Wachmannschaften, die dabei mit den Motorbooten ans Ufer ansetzten und dann den Müll einsammelten. Ebenso haben sie die gefüllten Müllsäcke der Bodentrupps vom Ufer an die Station mitgenommen, wenn diese zu schwer wurden.

Erschwert wurde die Aufräumaktion nicht nur durch das schlechte Wetter, sondern auch durch die Tatsache, dass im Frühsommer bereits alle Bäume, Sträucher und Büsche ihre Blätter ausgetrieben haben und dementsprechend das Einsammeln im Blätterdickicht erschweren bzw. es gänzlich nicht möglich war. Deswegen findet die Ramadama-Aktion der Gemeinde Eching auch bereits immer im Februar/März statt, diese ist jedoch (ebenso wie bereits 2020) aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen. 

Der Wasserwacht Eching war es aber wichtig, auch dieses Jahr den Badegästen ein sauberes und sicheres Badeerlebnis an den Seen garantieren zu können, weshalb sie sich dazu entschlossen hatte, diese Aktion eigenständig durchzuführen. Dazu kommt ebenfalls, dass der Natur- und Gewässerschutz eine der wichtigen Aufgaben der Wasserwacht ist. 

Gegen Mittag waren dann alle Gruppen von ihrer Sammeltour zurück und zur Belohnung und als Dankeschön für die freiwillige Hilfe gab es noch ein Eis. 

Insgesamt konnten an den beiden Seen knapp 30 Müllsäcke gefüllt werden, die dann am nächsten Tag vom Bauhof Eching abgeholt und entsorgt worden sind.

Damit sind der Echinger und der Hollerner See nun endgültig für die Badesaison 2021 bereit.  

Nochmals ein großes Dankeschön an alle freiwilligen Helfer und Helferinnen, ohne Euch wäre eine solche Aktion nicht möglich gewesen!

Michel Hendel

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Die Jugend engagiert sich für den Umweltschutz

Nicht erst im Zuge der Corona-Pandemie, bereits schon die Jahre zuvor zog es bei gutem Wetter im Sommer immer mehr Badegäste nicht nur aus Eching sondern auch dem weiteren Umland an den Echinger und Hollerner See. Die Auswirkungen des erhöhten Badegästeaufkommens bemerkten nicht nur die Wachmannschaften im Seedienst, sondern sind auch auf Liegewiesen, an Feldwegen oder am Ufer sichtbar: Mehr Badegäste bedeuten leider auch mehr Müll, der am See zurückgelassen wird. Der Hollerner See ist aber nicht nur im Sommer ein attraktives Erholungsgebiet für Badende, er wird auch die letzten Jahre immer intensiver für Spaziergänge und Gassi-Runden genutzt und stellt ebenfalls eine attraktive und abgeschiedene Location für diverse Partys dar. Die Spuren davon kann man sich ausmalen. 

Aus diesem Grunde überlegten sich die Jugendgruppenleiter*innen der Wasserwacht Eching gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen, wie man Badegäste, Spaziergänger*innen und Feiernde auf die bestehenden Ver- und Gebote rund um die beiden Seen hinweisen kann. Dabei wurden von den Kindern und Jugendlichen Regeln auf Plakate niedergeschrieben, und diese dann anschließend ansprechend und humorvoll ausgestaltet. Die Aufschriften der Plakate variieren dabei von allgemeinen Baderegeln (z.B.: nicht überhitzt ins Wasser gehen, bei Gewitter das Wasser verlassen, etc.) bis hin zu Hinweisen zur Erhaltung der Seen als Erholungsgebiet (z.B.: Müll wegwerfen, brütende Enten nicht stören, etc.). 

Aufgehängt wurden die Plakate an Laternenpfosten oder Bäumen rund um den Echinger und Hollerner See. Beim nächsten Spaziergang oder wenn der Hund mal wieder raus muss, kommt man somit nicht mehr nur an die frische Luft, sondern kann auch auf dem Weg gleich etwas über das Verhalten an den Erholungsgebieten in Eching dazu lernen. 

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